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Materialversorgung könnte Immobilienpreise langfristig unter Druck setzen

Frankfurt am Main, 29. März 2022 – Nach Angaben der deutschen Gesellschaften von Sotheby´s International Realty könnte die Materialversorgung die Immobilienpreise langfristig unter Druck setzen.

Mit verzögerten Lieferketten und steigenden Preisen für Waren und Güter ha­ben pandemiebedingte Probleme in der Wertschöpfungskette die Schlagzei­len für einen Großteil des Jahres 2021 dominiert und werden sich auch in diesem Jahr fortsetzen. Diese Probleme wirken sich zwar auf alle Berei­che der Wirtschaft aus, doch der Wohnimmobilienmarkt hat be­sonders deutliche Auswirkungen zu spüren bekommen.

Baumaterialien sind teurer geworden. Das wirkt sich vor allem auf den Bau neuer Häuser aus und betrifft besonders das Baumaterial Holz, so dass die durchschnittlichen Verkaufs­preise in die Höhe getrieben werden.

Für Bauträger kann ein Preisanstieg bei Baumaterialien, der durch einen Arbeitskräftemangel noch ver­stärkt wird, das gesamte Kalkül eines Projekts verändern.

Die deutschen Gesellschaften von Sotheby´s International Realty bestätigen: „Die Achillesferse auf dem Markt sind derzeit die Bau­kosten, die Zeitverzögerungen durch den Materialmangel und fehlende Arbeitskräfte. Der aktuell verschärfte Energiepreisanstieg wirkt sich zudem auf beispielsweise den Materialtransport aus. Wir stellen an allen unseren Standorten fest, dass sowohl renovierungsbedürftige Objekte als auch Grundstücke weniger nachgefragt sind. Deswegen steigen auch die Preise bei Bestandsimmobilien, die keiner Renovierung bedürfen.“
 
Die verzögerte Fertigstellung von Gebäuden bedeutet, dass das Eigenkapital der Bauträger in bestehenden Projek­ten gebunden bleibt, anstatt in neue Projekte investiert zu werden, was wiederum die Pipeline an Neubauten weiter verengt und Bauträger vor die Frage stellt, ob neue Projekte überhaupt zu finanzieren sind. All dies ist ein weiterer Faktor, der den Bestand verknappt und die Immo­bilienpreise in die Höhe treibt. „Leider werden die zusätz­lichen Baukosten in der Lieferkette an den Verbraucher weitergegeben“, so die deutschen Sotheby´s International Gesellschaften.

Die Nachfrage nach Premiumimmobilien ist generell gestiegen, weil die Menschen mehr Geld für Wohnen ausgeben als vor der Pandemie. So konnte im Jahr 2021 das globale Netzwerk von Sotheby´s International Realty ein Rekordverkaufsvolumen von 204 Milliarden US-Dollar erzielen, was einer Steigerung von 36 % im Vergleich zum Vorjahr (150 Milliarden US-Dollar) entspricht. Gründe dafür sind das Wiederaufleben der Nachfrage nach Premiumimmobilien in Metropolen sowie steigende Verkaufsaktivitäten in Sekundärmärkten und Feriendestinationen weltweit. Das US-Verkaufsvolumen der Marke wuchs im Jahresvergleich um 33,8 %, in EMEIA um 48 % und in Deutschland um 52 %.

„Das Wachstum des Marktes für Premiumim­mobilien, das man wäh­rend der Pandemie gesehen hat, wird sich voraussichtlich auch dieses Jahr fortsetzen, wozu auch die steigenden Inflationsraten beitragen“, so die deutschen Sotheby´s International Gesellschaften abschließend.