Erbbaurecht, gemeinhin als Erbpacht bezeichnet, ist eine Alternative zum Grundstückskauf. Beim Bau eines Hauses auf einem gemieteten Grundstück sind jedoch einige Dinge zu beachten. In vielen Teilen Deutschlands, insbesondere in Ballungsräumen, ist Bauland knapp und teuer. Manche Träume vom Hausbau scheitern, weil sie kein geeignetes Grundstück oder keine Finanzierung finden. Die Erbpacht ermöglicht es, auf einem fremden Grundstück ein Haus zu bauen, ohne es zu besitzen. Als Erbpacht versteht man das Recht, ein Grundstück zum Bau einer Immobilie zu nutzen. Das Grundstück gehört in diesem Fall jedoch nicht dem Bauherren, sondern dem Pächter. Dementsprechend hat der Pächter nur Anspruch auf die Immobilie welche er baut. Laienhaft ausgedrückt, ist die Erbpacht vergleichbar mit einem langfristigen Mietvertrag.
Erbaurechtsgeber sind häufig Gemeinden oder Stiftungen. Jedoch können auch Einzelpersonen Erbaurechte gewähren. Für letztere sind langfristige Mietverträge vor allem eine Investition, etwa ihre Altersvorsorge. Gemeinnützige Grundeigentümer (wie Kirchen) gewähren manchmal Mietzuschüsse nach sozialen Gesichtspunkten, etwa für kinderreiche Familien. Auf der anderen Seite sind haushaltsaufsichtspflichtige Gemeinden stärker verpflichtet, Einnahmen auf der Grundlage des Verkehrswertes zu erzielen. Inwiefern sich Geld durch eine Erbpacht sparen lässt, ist individuell zu betrachten. Es eignet sich zum Beispiel für junge Familien mit weniger Vermögen, insbesondere bei niedrigen Mieten. Manchmal gibt es keine andere Möglichkeit, ein Grundstück am gewünschten Standort zu erwerben, als durch langfristige Pachtverträge.